1 Viagra Cialis

Potenzmittel allgemein zur Aufklärung

2009 Dezember 17th
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Als Potenzmittel oder Erektionshilfen bezeichnet man umgangssprachlich Stoffe und Medikamente, die der Bekämpfung der erektilen Dysfunktion (Impotenz) dienen.

Neben historisch bekannten volkstümlichen Potenzmitteln (z. B. spanische Fliege) und meist unwirksamen unseriösen Mitteln, die in Illustrierten angeboten oder durch Spam-Mails beworben werden, sind von der pharmazeutischen Industrie in der letzten Zeit viele neue, medizinisch nachweisbar wirksame Potenzmittel entwickelt worden, die man in Pillenform einnehmen kann.

In der Regel als ultima ratio kommen chirurgische Eingriffe in Frage, diese werden im Artikel Penisvergrößerung behandelt. Darunter zählen die Einpflanzung hydraulischer Penisprothesen sowie die sogenannte Penisaugmentation. Diese Methoden werden auch eingesetzt, wenn der Penis − zumindest subjektiv – generell zu klein ist.

Erektionsprobleme sind häufig Anzeichen noch schwerwiegender Erkrankungen als die erektile Dysfunktion selbst und bedürfen in der Mehrzahl der Fälle einer raschen Behandlung, um Folgeschäden auszuschließen. Der Betroffene muss über seinen Schatten springen und einen Arzt aufsuchen.

Der Vertrieb von potenzsteigernden Medikamenten ist ein lukrativer Milliardenmarkt für die Pharmaindustrie, aber auch von Abzockern, die gefälschte Präparate im Internet anbieten.

„Penisvergrößerungspillen“ oder auf englisch „penis enlargement pills“ oder entsprechende Tropfen auf pflanzlicher Basis werden im Internet in sehr großem Stil angeboten. Die entsprechenden Angebote werden in sehr großer Zahl durch Spam-Mails beworben. Viagra und Cialis, die meistbeworbenen Produkte, sind in Europa zulässige, aber rezeptpflichtige Potenzmittel, deren Wirkung wissenschaftlich erwiesen ist. Auf die Größe des Gliedes haben sie keinen dauerhaften Einfluss. Andere Produkte, die eine vergrößernde Wirkung (oft „auf natürlicher Basis“) versprechen, entstammen meist irgendwelchen dubiosen und nicht bewilligten Chemieküchen. Bei einer Analyse von „Flora Research“ in Kalifornien und von der Universität Maryland wurden verschiedene gesundheitsgefährdende Stoffe in einigen solcher Pillen festgestellt. Darunter Erde, Hefe, gefährliche E.-coli-Bakterien, Pestizide und Blei. Eine amerikanische Firma, die intensiv solche Pillen vertrieben hatte, wurde von den Behörden geschlossen und vor Gericht gestellt, weil sie nichts als Placebo-Tabletten verkaufte und außerdem Kreditkartenbetrug beging. Einige Kunden schienen jedoch auf den Placebo-Effekt hineinzufallen und eine entsprechende Wirkung zu erkennen.

Auch bei Angeboten, die den (illegalen) rezeptfreien Verkauf offizieller Medikamente wie Viagra anpreisen, ist Vorsicht geboten, da die Pillen in sehr großen Mengen gefälscht werden, womit man sich ebenfalls einem erheblichen Gesundheitsrisiko aussetzt.

Selbst wenn das Produkt echt ist, sollte es nie ohne vorherige Konsultation eines Arztes eingenommen werden, da dies unabsehbare schwerwiegende Folgeschäden nach sich ziehen kann.

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Zollbehörden finden immer mehr Fälschungen

2009 Dezember 17th
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In der Europäischen Union steigt die Zahl der illegalen Potenzmittel. Anfang Juli 2009 wurden alarmierende Zahlen bekannt gegeben. Der Bekanntmachung zur Folge wurden allein im Jahr 2008 57% mehr Fälle von Pillenschmuggel aufgedeckt, als noch im Jahr 2007. Besonders beliebt sind Fälschungen von Potenzpillen, doch auch andere Medikamente, mit relativ hohem Preisniveau finden in dieser “Branche” immer wieder den Weg in die Hände der Zollbehörden. Die Fälschungen stellen nicht nur für die Pharmaunternehmen enorme finanzielle Einbußen dar, sie sind mitunter auch lebensgefährlich. Die Herstellung von Medikamenten unterliegt ständigen Kontrollen, eben, damit diese für die Gesundheit “unbedenklich” sind und über die Apotheken verkauft werden dürfen. Die möglichen Nebenwirkungen gerechtfertigen die Anführungszeichen im Wort unbedenklich. Bei Fälschungen sind diese Kontrollen nicht möglich. Hier besteht also die Gefahr, dass die Arzneimittel unter unhygienischen Bedingungen hergestellt werden, aber auch die Gefahr, dass hier andere Stoffe auch mit in die Pillen gelangen können. Die Folgen können lebensbedrohlich sein.

Nicht nur die Politik, auch die Patienten selbst müssen gegen diesen illegalen Markt vorgehen. Rezeptpflichtige Medikamente in jedem Fall in der Apotheke des Vertrauens einkaufen. Bei rezeptfreien Medikamenten kann sich der Abstecher ins Internet zwar lohnen, doch auch hier sollte man die Augen offen halten. Internetapotheken, mit einem anständigen Impressum, mit einer Anschrift in Deutschland sind in der Regel als vertrauenswürdig anzusehen. Weitere Sicherheit wird geboten, wenn man diese Apotheken über eine spezielle Suchmaschine ausfindig macht. Wenn der Betreiber aus dem Impressum nicht eindeutig ersichtlich ist, sollte man von einer Bestellung absehen.

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Gefälschte Potenzpillen

2009 Dezember 17th
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Das Internet ist der größte Umschlagplatz für bunte Pillen. Das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Doch viele, die die bunten Pillen aus dem Internet bestellen, wissen oft gar nicht, was genau sie fast täglich einnehmen. Die Pillen sind lose in kleine Plastiktüten gepackt, Dosierungshinweise, Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen, sowie Packungsbeilage liegen dabei nicht vor. In vereinzelten Fällen fanden die Zollbehörden Zettel in chinesischer Schrift. Hilft dem westlichen Pillenkunden wohl kaum. Immer größere Mengen werden von den Zollfahndern beschlagnahmt. Die Kreativität der Fälscher ist dabei kaum noch zu bremsen.

Bei der Beute, die die Behörden immer wieder – vor allem an großen Flughäfen – machen, handelt es sich in der Regel um gefälschte Medikamente, oder um solche, die noch gar nicht zugelassen sind. Die Medikamente, die beschlagnahmt werden, sind sehr häufig gefälschte Viagra-Pillen. Ein Potenzmittel, dessen Nebenwirkungen nicht unbekannt sind. Das Medikament ist verschreibungspflichtig. Ärzte führen bei den Betroffenen vor dem Ausstellen eines Rezeptes eine umfassende körperliche Untersuchung durch, um die Verschreibung zu rechtfertigen. Betroffene, die aus zweifelhaften Quellen, meist über das Internet, Potenzpillen ordern, wissen häufig gar nicht, in welche Gefahr sie sich damit begeben.

Weiters sind bei den Fälschern Anabolika und andere Präparate aus der Bodybuilder-Szene beliebt. Auch in diesen Fällen werden jährlich zigtausende von Pillen von den Zollfahndern sichergestellt. Den Fälschern ist das Wohl der Konsumenten völlig egal. Sie sind nur am großen Geld interessiert. Wenn man genau rechnet, kommt man am Ende auf eine deutlich größere Summe, die man für Fake-Medikamente ausgeben muss, als hätte man diese auf dem zugedachten Weg, und zwar über die Apotheken bezogen. Die Summe errechnet sich jedoch nicht aus dem Geld, was man ausgegeben hat, sondern auch aus den Gesundheitsschäden, die durch diese Fälschungen verursacht wurden. Gefälschte Pillen haben bereits Menschenleben gefordert.

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